Bevor sich die Zeiten ändern! - Teil 1
Von Christof Hofbauer
Irgendwann in diesem Winter kam er, der Griff zu Notizzettel und Stift. Einfach kurz mal aufschreiben, was sich so im nächsten Jahr bzw. den nächsten Jahren ändert und daher besonders dringlich und eines Besuchs wert wäre. Und was soll ich sagen, dieser kleine Zettel füllte sich mehr und mehr mit Vermerken, geschrieben in hoffnungsvollem Grün.Schnell war klar, dass schaffst Du unmöglich alles, gilt es doch noch tapfer Tag für Tag seine Brötchen mit fleißiger Arbeit zu verdienen. Und ob an den freien Tagen dann das Wetter immer so mitspielt?
Und so war es auch nicht verwunderlich, dass bald schon der erste Punkt auf der Liste diesen Umständen zum Opfer fiel. Fehlende Zeit und Nichtwetter waren Grund dafür. Dass es ausgerechnet die Hochrheinbahn sein musste, schmerzte schon ordentlich. Aber gut, man kann nicht überall sein.
Dafür ließ sich nach Ostern dann ein anderes ToDo umsetzen. Nicht so weit von zuhause entfernt und als Tagestour gut zu machen.
Sonntag, 26.04.2026
Liegt es am Alter oder an der Bequemlichkeit. In früheren Zeiten hätte bestimmt um 5:00 Uhr der Wecker geklingelt, ich mich fluchend über mein verrücktes Hobby ins Bad geschleppt, um spätestens um 6:00 Uhr das heimische Revier zu verlassen. Heute finde ich schon einen Wecker auf 6:30 Uhr eine pure Strafe. Gut, heute Morgen bin ich sogar schon eher aufgewacht und im Anschluss erstaunlich schnell aus den Federn erhoben. So ist es, trotz heimischem Frühstück, erst kurz nach 7:00 Uhr als ich die Tiefgarage verlasse. Unterwegs herrscht wenig Verkehr und ich komme gut voran. So gut, dass ich in der Gegend von Mühldorf schon fast schwach werde, doch einen kleinen Zwischenhalt an einer der dortigen Dieselstrecken…. nein, nein! Ich habe für heute ein Ziel und eine Mission. Und diese hat nun mal Priorität.
Welches Ziel? Dazu muss ich jetzt etwas ausholen. Es war im Januar 2022, als sechs Verkehrsunternehmen aus Deutschland und Österreich, in einem bis dahin einmaligen Vorgang, im Rahmen des Projekts „VDV Tram-Train“ den Zuschlag für einen Rahmenvertrag über 504 Fahrzeuge an Stadler vergaben. Im ersten Abruf wurden durch das Team Tram-Train 246 Fahrzeuge geordert. Mitglieder dieses „Teams“ sind die Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH, die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH, die Saarbahn GmbH, Schiene Oberösterreich GmbH, Schiene Salzburg GmbH und die Regional-Stadtbahn Necker-Alb.
Mit den nun bestellten dreiteiligen Citylink sollen ältere Fahrzeuge auf bestehenden Linien ersetzen oder neue Verkehrsnetze aufgebaut werden. So wird zum Beispiel in Linz das „Karlsruher Modell“ umgesetzt und dabei Linien von Stern & Hafferl sowie die heute unter ÖBB-Regie betriebene Inselstrecke der Mühlkreisbahn mit einbezogen werden. Dabei ergänzen bzw. ersetzten sie auf den angrenzenden Linien der StH die aktuell dort eingesetzten GTW, die dann teilweise auf die Vorchdorfer Bahn umgesetzt werden und somit die dort noch eingesetzten Triebfahrzeuge aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts auf Altenteil schicken werden.
Eigentlich müsste man deshalb auch schon den Bericht Einmal zum Stern und zurück aus dem letzten Herbst mit in die hier startende, lose Reihe an Artikeln einbeziehen. Handelt er doch von der noch verbliebenen Lokalbahnromantik und den rund 70 Jahre alten Fahrzeugen, die im Regeldienst noch etwas von der alten Herrlichkeit in die 2020er hinübergerettet haben.
Aber eben nicht nur beim Stern stehen gravierende Veränderungen an, auch bei der Salzburger Lokalbahn heißt es in absehbarer Zeit Abschied nehmen, von den ab 1983 gelieferten und von Simmering-Graz-Pauker und Siemens gebauten Stammfahrzeugen.
Und genau an die Strecken der SLB bin ich nun unterwegs.
Erste Anlaufpunkt dabei ist die Zweigstrecke von Bürmoos nach Ostermiething. 1949 als eine der letzten Eisenbahnstrecken in Österreich gebaut, diente die von Stern & Hafferl betriebene 11,3 km lange Linie vorrangig dem Kohletransport. Erst aus den Minen der Salzach-Kohlenbergbau Gesellschaft, später zur Versorgung des Kraftwerks in Riedersbach. 1994 wurde die ursprünglich nur bis Trimmelkam führende Strecke von den Salzburger Stadtwerken übernommen und schließlich 2013/14 bis Ostermiething verlängert. Auch eine Weiterführung bis ins deutsche Burghausen, dem bedeutenden Chemiestandort, wurde diverse Male angedacht. Trotzdem unterblieb bis heute der sinnvolle und betriebswirtschaftlich durchaus rentable Bau.
Fotostellen habe ich mir im Vorfeld mal wieder nicht ausgesucht. So geht es frei Schnauze mal an die Strecke und so ich lande am Haltepunkt St. Georgen bei Salzburg. Recht modern und gut im Licht, aber nicht ganz das, was ich haben wollte. Mal die gleich anschließende Brücke über den Moosbach anschauen. Hm, die ist eingewachsen und ließe sich nur mittels Nasenschuss umsetzen. Denke ich zumindest von meinem jetzigen Standort aus. Ein Irrtum, wie sich später herausstellt.
Also hier nein. Aber schaut man hinüber, auf die andere Seite, öffnet sich der Blick und es gibt einen Hang, auf dem sich gut stehen ließe. Kurz die verbleibende Zeit gecheckt: Müsste reichen!
Bei der Abfahrt noch schnell auf einen Weg gekuckt, der rechts hinunter in Richtung Brücke geht. Ach nö, der wird wohl nur zum Bach führen. Fehler Zwei.
So mal schnell hinüber auf die andere Seite der Brücke ist leicht gesagt. Erst zurück zur Hauptstraße, dann wird der nächste Ort passiert und dahinter im Bogen wieder hinauf zur Eisenbahn gefahren. Viel Umweg für einige wenige 100 m Luftlinie.
Dafür wird man aber mit einem traumhaften Ausblick auf den Alpenrand belohnt. Jetzt kann der Zug kommen.
Auf der Stichstrecke von Bürmoos nach Ostermiething ist ET 53 als S11 unterwegs. Im Hintergrund, der in Bayern liegende Alpenrand.Für die Rückleistung geht es ein Stück nach unten. Dort haben mir es die Blühbäume angetan. Angekommen, muss ich aber feststellen, dass die äußerst schlampig gepflanzt wurden, bekommt man sie doch von keinem Standort aus vernünftig mit dem Zug ins Bild. Na gut, dann nehm ich halt den Kirchturm der Pfarrkirche St. Georgen mit rein. Auch nicht schlecht.
Schon bei der Anfahrt wurde ich beobachtet. Und jetzt als ich auf und ab gehend einen guten Standplatz suche, hebt sich immer wieder ein Kopf neugierig über der Hecke. Schließlich marschiert eine Dame auf mich zu und spricht mich an: „Darf ich fragen, was sie hier tun?“ Nicht bösartig, nein freundlich macht sie das. Ich erkläre mich und postwendend entschuldigt sie sich mit dem Hinweis, dass man abgelegen wohne und einfach aufpassen müsste. Dann folgt die Frage: „Sind sie aus Weiden?“. Verblüfft schaue ich sie an. Klar, sie hat mein Kennzeichen gesehen. Aber woher weiß eine ältere Dame aus dem Salzburger Land, dass das Weiden ist? Schon sind wir mitten im schönsten Gespräch. Sie hatten da mal Bekannte in Weiden und waren oft in der Gegend. Und auch Tirschenreuth würde sie kennen und, und, und. Wie klein doch die Welt ist.
Schließlich pfeift der nächste Zug, wir verabschieden uns, ich setze an ….. doch was ist das? Der Zug hat irgendwie keine Räder! Fehler Nummer Drei. Mit der ganzen anregnden Koversation hab ich nicht bemerkt, dass hier die Wiese einen Buckel macht und das, was ich für die Schienenköpfe hielt, in Wirklichkeit ein brauner Kabelkanal ist. Na super!
Etwas grummelig steige ich ins Auto, um nach Bürmoos, dem Abzweigbahnhof, zu fahren. Erstmal aber schauen, wo der Weg, den ich heruntergekommen bin, weiter hinführt. Zur Brücke! Und drunter durch, hinauf zum Haltepunkt St. Georgen. Fehler Nummer Vier also. Wäre ich gerade nur ein Stück weitergefahren, hätte ich ein Bild von Zug auf Brücke mit Rädern und ohne Wiese gehabt. Ja nu!
Bürmoos wird auch schnell wieder verlassen. Zu modern sind hier mittlerweile die Anlagen, um ein nettes Bild zu machen. Also ab Richtung Salzburg. Immer der Strecke entlang. Also mehr oder weniger. Denn Straßen oder Wege, die man befahren darf, gehen nur zu den jeweiligen Stationen. Und dass die Sonne gerade zur gesamten Strecke oder zumindest zu den erreichbaren Abschnitten nahezu achsig steht, macht die Sache nun auch nicht schöner. Vom beginnenden Hochlicht möchte ich jetzt gar nicht erst anfangen zu reden. So ergibt der nächste Fotostopp in Anthering auch eher ein etwas kompromissbehaftetes Foto.
Nachdem er in Anthering einige Fahrgäste aufgenommen hat, geht es für ET 50 weiter nach Salzburg Hbf.Nächster Versuch etwas weiter südlich in Siggerwiesen. Auch hier ist die Beleuchtung mehr als grenzwertig, dafür gibt es etwas mehr Landschaft und eine Blumenwiese.
Weiter gen Süden wird die Situation wohl nicht besser werden. Also setze ich mich wieder nach Norden ab. Das Problem ist halt nur, dass es auf einer insgesamt nur etwas mehr als 25 km langen Strecke nicht so viele mögliche Möglichkeiten gibt, sich vernünftig aufzustellen. Ich versuche mein Glück daher mal in dem kleinen Waldgebiet bei Loipferding. Und siehe da, hier geht sogar etwas in beide Richtungen und mit einem Hauch von Bergen im Hintergrund.
[pic:]Dank Kurzwende am Streckenende in Lamprechtshausen, kann der Triebzug rund eine Viertelstunde später, schon wieder aus der Gegenrichtung kommend bewundert werden.[/pic]
Noch ein Stück weiter im Wald bietet sich eine schöne, grasbedeckte Lichtung mit Feldbahnübergang. Dort lässt sich der nächste Zug aus Lamprechtshausen gut ablichten.
Nahe der Haltestelle Arnsdorf b. Lamprechtshausen, die weitab des Ortes mitten im Wald liegt, rollt ET 56 auf dem Weg nach Salzburg gen Süden.Hinter dem Wald liegt gleich Bürmoos und im Anschluss kommt bis Lamprechtshausen durchgehend mehr oder weniger dicht bebautes Gebiet. Also fahre ich gleich mal ans Streckenende, um mir die dortigen Gegebenheiten mal anzusehen.
Auch hier von Nebenbahnromantik keine Spur. Eine moderne Betonhalle, die, ähnlich wie in Peuerbach bei Stern & Hafferl, gleichzeitig als Bahnhofs- und Abstellhalle dient. Nur das dieser Bau hier etwas weniger nach Triebwagenschuppen, sondern doch mehr wie eine moderne Empfangshalle aussieht.
Zugegeben, die beiden Schuppentore irritieren dann das Auge des Betrachters doch. Noch dazu, da eines geschlossen ist. Dahinter zwei Triebzüge, die darauf warten, am morgigen Werktag die Planzüge wieder zu verstärken. Ist man doch unter der Woche meist im Doppelpack unterwegs.
Das Vorfeld sehr clean, aufgeräumt, optimiert und gegen unbefugtes Betreten mittels Zaun begrenzt. Genau an den gelehnt wird nun die Einfahrt des ET 58 abgelichtet.
Einfahrt des ET 58 in den Bahnhof von Lamprechtshausen. Rechts hinter dem geschlossenen Tor warten zwei Triebzüge auf ihren morgigen Einsatz.Will ich jetzt noch ein Bild von der Rückfahrt bekommen, heißt es flinke Füße kriegen. Den wie bereits erwähnt, dauert die Wende hier am Endbahnhof nur wenige Minuten und ich muss zweimal die Strecke queren. Und genau das wird mir zum Verhängnis. Werden doch anscheinend alle Bahnübergänge bis Bürmoos bei der Abfahrt in Lamprechtshausen schon gesperrt. Also heißt es spontan reagieren. Und da bleibt nur die Ausfahrt aus Bürmoos, bei der sich die Strecke stark dreht.
Querschuss auf den aus Bürmoos ausfahrenden ET 58. Der letztgebaute und 2002 von Siemens gelieferte Triebzug wurde, zusammen mit 12 weiteren, zwischen 2012 und 2014 beim tschechischen Unternehmen INEKON Group mit einem Niederflur Mittelteil versehen.Nachdem das Bild im Kasten ist, beschließe ich „habe fertig“. Unwahrscheinlich, dass heute noch neue Triebzüge in den Umlauf kommen, und an spontanen Fotostellen bin ich soweit alles durch. Ich seh schon, ich muss hier unter der Woche nochmal herkommen und dann wirklich früh schon an der Strecke stehen. Und das Alles, bevor die ersten Tram-Trains hier ihr Unwesen treiben.
Warum Unwesen? Naja, ich habe ein etwas gespaltenes Verhältnis zu „Straßenbahnzügen“ auf „Nebenbahnen“. Einerseits finde ich die Kombination schon recht reizvoll. Andererseits passen aber irgendwie Eisenbahnstrecken und rundgelutschte Plastiktrams nicht so wirklich zusammen. Schwierig das Ganze.
Mein Weg führt jetzt erstmal weg von der SLB und etwas weiter nach Norden. Braunau mit seinen Strecken lockt, inkl. Innbrücke hinüber nach Simbach und den 5047er. Und auch zu dieser Ecke passt die Überschrift. Wird sich doch hier nach Abschluss der Elektrifizierung der Mattigtalbahn so einiges ändern. Nicht nur dass dann Elektrofahrzeuge Braunau erreichen, es werden auf der Linie auch Dieselfahrzeuge frei, die, wie zum Beispiel die dort eingesetzten Desiro, die mittlerweile auch schon fast 40 Jahre alten 5047er verdrängen und aufs Altenteil schicken werden.
Noch fahren die Triebwagen aber noch, die zu Beginn meiner Fotozeit ihrerseits den damals noch zahlreich eingesetzten Vorkriegs- und Nachkriegsfahrzeugen den Gar ausmachten.
Und eine Leistung der Jenbacher steht jetzt auch gleich an. Dafür hab ich die Qual der Wahl entweder von der Straßenbrücke quer zu schießen oder vom Flussufer. Ich entscheide mich für Variante zwei, weil auf Ersterer ist mir zu viel los. Zu meiner Freude kommen dann als Regionalzug von Simbach auch gleich zwei Triebwagen gedieselt, was sich auf der langen Brücke deutlich besser macht.
Zusammen mit dem führenden 5047 036-8 rollt 5047 089-7 als R 5977 über die Innbrücke hinüber ins österreichische Braunau.Nach diesem kurzen und nur wenige 100 m langen Abstecher ins Heimatland, geht es wieder hinüber in die rot-weiß-rote Republik. Zwei Zugfahrten auf der Mattigtalbahn stehen jetzt an. Dort haben sich die Betonspargel mittlerweile fast bis Braunau vorgearbeitet. Und auch die Speiseleitung hängt weitestgehend schon. Noch aber fahren aber die Desiros und stellen eine Direktverbindung mit Salzburg her.
Der in Salzburg gestartete 5022 004-3 hat als REX 5871 sein Ziel Braunau fast erreicht, als er bei Aching durch die Kurve zieht.Wer sich das Bild anschaut wird sich wie ich fragen: „Wo bitte ist hier ein Tal?“ Und ja, mich irritiert diese Bezeichnung auch immer wieder, steht man doch eher in der platten Fläche.
Für mich steht nun ein kurzer Zwischensprint an, hinüber an die Strecke von Ried her. Wunsch ist es, mit der nächsten Leistung wieder einen 5047er auf den Chip zu bannen, möglichst einen, den ich noch nicht habe.
Eigentlich wollte ich mich dafür an den urigen Bahnübergang stellen, der an der Verzweigung der beiden Linien nach Ried und Richtung Westbahn liegt. Aber siehe da, dieser existiert nicht mehr. Aufgelassen, nein, noch mehr. So zurückgebaut, dass nichts mehr an sein Vorhandensein erinnert. Schade! Wieder ein Relikt der guten, alten Zeit verschwunden, mit dem kling-klong seines Leutewerks.
Der neue Übergang, einige 100 m weiter, mit neuer Straße, ist nicht annähernd so fotogen und auch nichts für die Seele. Warum man hier im Zuge des Neubaus wieder eine schienengleiche Kreuzung errichtet hat, erschließt sich mir irgendwie nicht.
So oder so spielt aber die Sonne mal wieder nicht mit, die nahezu achsig steht. Zudem versinkt sie mehr und mehr in einem langsam herankriechenden Schleier.
Leider geht die Strecke über Kilometer jetzt ohne große Kurven mehr oder weniger gerade aus. Sprich, an der Sonnenstandsproblematik kann man durch Verschieben nicht wirklich etwas ändern, weil für ein weiträumiges Entgegenfahren reicht die verbleibende Zeit nicht mehr. Trotzdem will ich mir die erhoffte 5047er Leistung nicht entgehen lassen. Also Nasenschuss am Haltepunkt Hagenau im Innkreis, der in Bogenhofen liegt.
Was da aber weiter hinten schließlich durch den leichten Bogen rollt, sieht nun absolut nicht nach Jenbacher aus. Aber auch nicht nach Desiro. Was zum Teufel ist das?
Es braucht einige Sekunden, bis ich erkenne, dass ein lokbespannter Zug aus City-Shuttle Wagen auf mich zu rollt. Natürlich Steuerwagen voraus. Aber hey, deren Zeit läuft auch ab. Also heißt es, mitnehmen was kommt.
Stopp für REX 5976 am Haltepunkt Hagenau im Innkreis. An der Spitze City-Shuttle Steuerwagen 50 81 80-73 213-5 Bmpz-s. Für den Schub sorgt 2016 071-0, deren Silhouette über den Wagen noch zu erkennen ist.Schön, so ein Steuerwagen Bild. Schließlich haben die Fahrzeuge auch nicht mehr das ewige Leben und werden sonst im Normalfall nur wenig mit Bildern gewürdigt. Aber Mensch, die Lok fehlt mir noch in meiner Sammlung. Hätte die nicht vorneweg laufen können!
Schnell beim Zurückfahren überlegt. Wäre Simbach eine Möglichkeit? Wie steht da das Licht? Reicht es schon für Streiflicht. Also schnell hinüber über den Inn und ran an den Bahnhof. Grenzwertig, aber es geht. Zudem ist hier der Siff am Himmel so dicht, dass er zusätzlich noch für Streulicht sorgt. Gräulich für die Farben, etwas besser für die Ausleuchtung.
Konkurrenzprodukte Seite an Seite. Während die Bombardier Diesel-Traxx 245 008-8 der Südostbayernbahn noch die Wochenendruhe genießt und erst am morgigen Montag mit ihrer Doppelstockgarnitur wieder in den Berufsverkehr eingreift, heißt es für den Siemens Hercules, alias ER 20, mit der Nummer 2016 071-0 schon wieder arbeiten. Geht es doch als R 5981 wieder zurück nach Linz Hbf.Eigentlich stehen die Zeichen jetzt auf Feierabend. Es geht auf sechs zu und der Heimweg zieht sich. Zudem hat sich das Licht nahezu verzogen. Da dieselt ein Werbedesiro in den Simbacher Bahnhof und sowas darf doch nicht unfotografiert bleiben. Also heißt es doch noch warten auf die Rückfahrt und auf etwas Sonne hoffen.
Früher von Nürnberg aus im Fränkischen unterwegs, dieselt 642 619 nun für die Südostbayernbahn. Komplett mit Eigenwerbung versehen, wirbt der Triebzug nun um Arbeitskräfte und Auszubildende. Ausfahrt aus dem Grenzbahnhof Simbach als RB 27280. Im Hintergrund spitzt der Turm der Kirche St. Stephan aus dem oberösterreichischen Braunau herüber.Nun, das mit der Sonne war wohl nichts. Jetzt geht es aber wirklich heim. Na gut, ein Blick auf den mittlerweile eingetroffenen Jenbacher gibt es noch, aber dann ist Schluss.
5047 077-2 steht im Grenzbahnhof Simbach dieselnd bereit, um als R 5983 nach Neumarkt-Kallham aufzubrechen.Nach rund drei Stunden Autofahrt hab ich es dann geschafft. Hungrig und etwas müde hat mich die Heimat wieder. War eine nette Tour, bei der es irgendwie nicht richtig lief, am Ende aber doch das ein oder andere sich ergeben hat. Und ein durchaus gelungener Start in eine hoffentlich erfolgreiche Reihe von (Vor-)abschiedstouren.


