Eisenbahn am Ende der Welt - 9: Brückenblicke im Dschungel

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Montag, 23.3.2026: Westport - Charleston (bei Westport)

Der heutige Tag begann mit gutem Wetter - wie prognostiziert. Schön! Jetzt mussten nur noch die Züge fahren und die “Brückenprobleme” behoben sein…

Für alle Eventualitäten hatte ich schon mal einen guten Plan: Ich fuhr als erstes nach Ngakawau hoch und hielt Ausschau nach Zügen. Die Ausweiche Sergeants Hill war schon mal leer, das war sehr gut, denn letzte Woche bei gestörter Betriebslage stand da jeweils den ganzen Tag durch ein Zug. Unterwegs traf ich aber nichts an, erst in Ngakawau standen Kohlewagen und etwas weiter vorne zwei Loks - der Zug muss gerade erst angekommen sein. Das war gut so, denn wenn die jetzt beladen, dann war der Zug rechtzeitig in der Buller Gorge!

Zunächst schaute ich mal etwas beim Rangieren zu, und als sich die Manöver dann langsam dem Ende näherten, fuhr ich dem Zug voraus an einen Bahnübergang. Das Licht war zwar da sehr weit weg von gut, aber egal, ich wollte ein Bild machen.

Es dauerte dann noch eine Weile, aber schlussendlich tauchte der Zug dann auf. Damit war auch klar, dass zumindest die Brückenbaustelle nördlich von Sergeants Hill passierbar war.

DXC 5189 of KR (KiwiRail) between Ngakawau and Sergeants Hill


Für diesen Zug hatte ich in der Buller Gorge ja eine richtig gute Fotostelle. Dafür musste ich am Anfang der Schlucht auf den Zug warten, damit ich die Drohne nicht zu lange oben lassen musste, also stellte ich mich mal da auf den Parkplatz. Nun passierte aber erst mal nichts. Der grafische Fahrplan verriet, dass noch ein Zug in Gegenrichtung unterwegs sein musste, und in Sergeants Hill gekreuzt werden sollte. Diesen Zug hatte ich wohl überfahren, aber das war OK, der war in der Schlucht eh noch nicht im Licht.

Es dauerte nun aber länger, als mir lieb war, bis “mein” Zug dann auftauchte. Aber er war noch rechtzeitig für gutes Licht an der angedachten Fotostelle, daher kein Problem. Die Fotostelle ist, wie alles in der Buller Gorge, nur mit Drohne umsetzbar. Die zusätzliche Schwierigkeit war, am richtigen Ort zu parken, da brauchte ich dann zwei Versuche. Als die Drohne platziert war, dauerte es noch ein paar Minuten, bis der Zug kam. Sehr schön!

DXC 5189 of KR (KiwiRail) between Tiroroa and Inangahua


Etwas weiter vorne gab es noch eine Brücke, die war zwar noch nicht ganz im Licht, aber sicherheitshalber machte ich mal ein Bild. Gemacht ist gemacht.

DXC 5189 of KR (KiwiRail) between Tiroroa and Inangahua


Und zum Abschluss gab es am Ende der Schlucht nochmal ein Bild.

DXC 5189 of KR (KiwiRail) between Tiroroa and Inangahua


Nun fuhr der Zug aus dem Licht nach Reefton runter. Ich folgte ihm trotzdem, denn so konnte ich sicher sein, dass ich einen Gegenzug nicht verfehlen konnte (ich schaute zusätzlich in alle Ausweichstellen rein, die waren alle leer). Und wie vermutet: In Reefton stand der Gegenzug schon bereit. Es dauerte wieder ein paar Minuten (Personalwechsel?), aber der Gegenzug fuhr schliesslich ab, und so konnte ich nun diesen verfolgen.

Das Seitenlicht war teilweise noch etwas knapp, aber bei einer kleinen Brücke gabs trotzdem ein Bild.

DXC 5241 of KR (KiwiRail) between Cronadun and Inangahua


Und am Anfang der Schlucht fand ich diese kombinierte Schienen- und Strassenbrücke, welche als Motiv herhalten musste.

DXC 5241 of KR (KiwiRail) between Inangahua and Tiroroa


In der Schlucht fuhr ich zur Brücke, welche vorhin noch nicht so recht Seitenlicht hatte. Diesmal musste das Licht aber für die Gegenrichtung herhalten.

DXC 5241 of KR (KiwiRail) between Inangahua and Tiroroa


Ich fuhr in der Schlucht weiter vor und wartete auf den Zug. Aber er kam mal wieder nicht. Der Blick in den Fahrplan (hätte ich auch früher machen können, gell) verriet, dass es in Tiroroa eine Kreuzung geben sollte. Diese Ausweiche befindet sich mitten in der Schlucht und ist leider gar nicht einsehbar. Es war also nicht so ganz klar, ob ich den Gegenzug nun verpasst hatte?

Allerdings sprachen ein paar Dinge dagegen: Erstens hätte der Gegenzug über eine Stunde vorzeitig sein müssen, und andererseits kam “mein” Zug ja nicht. Trotzdem war mir das jetzt zu heiss, ich fuhr zurück an die Brücke von vorhin für die Gegenrichtung.

Leider wusste ich nun noch immer nicht, wo der Gegenzug war. Ich musste daher 1.5 Drohnenakkus verbraten, um den Zug sicher nicht zu verpassen. Aber schlussendlich tauchte er auf, etwas vor Plan.

DXC 5195 of KR (KiwiRail) between Tiroroa and Inangahua


Übrigens sind beide Bilder dieser Brücke Panoramas - Die Fotostelle ist deutlich zu weitwinklig für die 24 mm KB-Äquivalent der Drohne!

Für diesen Zug hatte ich nun aber keine weiteren Fotostellen in Petto, der fuhr mal wieder aus dem Licht. Aber in Reefton war einmal mehr eine Kreuzung vorgesehen.

In Reefton gab es auch noch das hübsche Bahnhofsgebäude, das ich gerne umgesetzt hätte. Dafür brauchte ich aber den Gegenzug. Es war daher nicht so sinnvoll, meinen jetzigen Zug zu verfolgen, denn ich musste vor dem Gegenzug in Reefton sein. Also fuhr ich rasch dort runter, und der Gegenzug war tatsächlich noch nicht da. Aber er tauchte auch nicht auf bis mein Zug von vorhin da war und das Bahnhofsgebäude zuparkte. Hjänu, schade. Man muss aber auch sagen: Es waren inzwischen alle Züge zu früh, der Gegenzug hätte rund eine Stunde vorzeitig sein müssen, damit das klappt. Das war natürlich nicht sehr wahrscheinlich. Nun war das hier in Reefton im Bahnhof aber nix mehr, daher wechselte ich zur Brücke nördlich von Reefton.

Dort musste ich nun rund eine Stunde abwarten, bis der Zug kam. Die Wartezeit war aber überhaupt nicht langweilig, denn ein Pickup, tschuldigung Ute, kam vorbei mit drei Hunden, die der Halter im Fluss spielen liess. Es stellte sich heraus, dass der Hundehalter früher Schienenbaggerführer war und einiges zum Eisenbahnbetrieb zu erzählen hatte! Unter Anderem schienen hier in der Gegend einige Tunnels Profilprobleme zu haben, was erklären könnte, weshalb die neuen Stadlerloks in der Gegend nicht anzutreffen sind.

DXC 5520 of KR (KiwiRail) between Reefton and Cronadun


DXC 5520 of KR (KiwiRail) between Reefton and Cronadun


Nun wollte ich die rote Brücke am Talanfang nochmal umsetzen. Das hatte ich zwar vor ein paar Tagen schon mal, aber damals mit Wolken-Kompromissen. Die gab es aktuell nicht. Ich fand auch einen Zugang zum Fluss, der ideal war, um die Drohne zu starten, so dass ich das nicht mehr an der Hauptstrasse machen musste. Gemütlich!

DXC 5520 of KR (KiwiRail) between Inangahua and Tiroroa


Nun war es ja auch schon 1800 und die Sonne entsprechend tief. In der Schlucht gab es nicht mehr viele Fotostellen, die Licht hatten. Aber die Brücke am Ende der Schlucht gab es noch, und auch die klappte einwandfrei!

DXC 5520 of KR (KiwiRail) between Tiroroa and Westport


DXC 5520 of KR (KiwiRail) between Tiroroa and Westport


Das war ja mal ein erfolgreicher Tag, besser hätte das gar nicht laufen können! Die Entscheidung, hier in der Buller Gorge nochmal Zeit einzuplanen, war absolut richtig.

Für heute Abend hatte ich eine Unterkunft in Charleston reserviert, weil in Westport irgendwie alles ausgebucht war. So musste ich kurz in Westport einkaufen und anschliessend 20 km nach Charleston stressen, um noch rechtzeitig fürs Abendessen da zu sein. Das klappte aber alles wunderbar und so kam der Tag auch zu einem guten Abschluss!



Dienstag, 24.3.2026: Charleston (bei Westport) - Westport

Die Nacht in der Charleston Lodge war super. Das Wetter? Es war noch zu dunkel, um wirklich zu sehen, was draussen passierte. Die Kohlezüge? Gemäss Fahrplan drei Stück heute (gegenüber fünf gestern). Das Zugpaar am frühen Nachmittag fehlte leider.

Als erstes fuhr ich mal nach Reefton in der Hoffnung, den Morgenzug rauf irgendwo aufzugabeln. Dieses Unterfangen war gar nicht mal so einfach, im ganzen Flusstal hing dichter Nebel, und dort, wo die Strecke mehr als ein paar Meter vor der Strasse weg war, wäre ein Zug nicht zu erkennen gewesen.

Aber das war nicht so wirklich ein Problem, denn ich war früh genug in Reefton, dass ich den Zug nicht verpasste. Und tatsächlich, nach kurzer Wartezeit tauchte er auch auf.

Für die jetzige Verfolgung hatte ich aber wenig Hoffnung, und diese wurden auch erfüllt, denn bis kurz vor Westport fuhr der Zug einfach nur durch dichten Nebel. Und kurz vor Westport war dummerweise auch der Punkt, an dem ich den Zug ziehen lassen musste, denn er sollte wieder in Sergeants Hill den Gegenzug kreuzen.

Wie schon gestern dauerte das alles erstaunlich lange - die Distanzen wären eigentlich nicht weit. Aber das war ganz gut so, denn die Zeit reichte, dass sich der Nebel durchgehend und nachhaltig auflösen konnte.

Irgendwann tauchte der erwartete Gegenzug auch auf, und die Verfolgung konnte starten!

Nur, wohin überhaupt? Die Buller Gorge war echt schwierig zu fotografieren; die besten Ecken, die ich finden konnte, hatte ich gestern schon umgesetzt. Daher konzentrierte ich mich auf ein paar weitere Brücken, die man per Drohne vielleicht umsetzen konnte?

Die erste potentielle Brücke war noch immer im Bergschatten; bei der zweiten klappte es dann aber!

DXC 5172 of KR (KiwiRail) between Westport and Tiroroa


Wie man sieht, waren die Platzverhältnisse extrem eng und es war schwierig, mit der Drohne überhaupt die Loks irgendwo reinquetschen zu können. Bei der nächsten Brücke, die ich anflog, war es sogar noch enger! Aber auch da gabs ein witziges Bild.

DXC 5172 of KR (KiwiRail) between Tiroroa and Inangahua


Das war es aber auch schon von diesem Zug, denn nach der Schlucht fuhr er komplett aus dem Licht.

Ich fuhr nochmal nach Reefton runter. Ich wollte da schauen, was der Gegenzug macht. Der sollte nämlich in Reefton enden und dort beladen werden, aber das wollte ich prüfen, nicht, dass der am Schluss noch weiter durch die Schlucht fuhr!

Es dauerte eine ganze Weile, aber irgendwann kam er auch und das Rangierpersonal begann, am Zug rumzuwerkeln, und damit war der Fall auch klar, dass er tatsächlich in Reefton beladen wird.

Nun hatte ich über vier Stunden Zeit, in denen nichts fuhr. Also ich hätte natürlich dem Nachmittagszug entgegen fahren können, aber den hatte ich schon zur Genüge fotografiert. Zudem machten sich Schleierwolken-Felder breit, und es war nicht so klar, wieviel Aufwand sich überhaupt lohnen würde.

Stattdessen hatte ich ein Alternativprogramm, ich schaute mir bei Blacks Point die Energetic Mine sowie einen ehemaligen Tagebau einer weiteren Mine weiter hinten an. Das war eine sehr schöne Wanderung, aber fototechnisch leider nicht wirklich interessant.

Eine gute Stunde vor dem Nachmittagszug stand ich wieder in Reefton bereit. Die Schleierwolken hatten sich ausgebreitet, aber noch hatte es in Reefton Licht. Das war gut, denn ich wollte ein Bild mit dem hübschen Bahnhofsgebäude machen, welches 1892 eröffnet wurde und 1967 den letzten regulären Personenzug sah.

Es dauerte dann leider etwas länger als erhofft, bis der Kohlezug auftauchte. Im Gegensatz zu gestern war er heute nicht vorzeitig unterwegs. Die nahen Baumschatten ragten daher schon weit ins Motiv. Aber trotzdem sehr nett!

DXC 5287 of KR (KiwiRail) at Reefton


Das war aber auch gleich alles, was ich mit diesem Zug noch anstellen konnte. Die Schleierwolken waren nun sehr dicht bis nach Westport, daher nutzte ich die Zeit, um etwas früher in der Unterkunft zu sein (dem Buller Bridge Motel) und für einen Besuch in einem Pizza-Schuppen (lecker!).

Für Morgen war die Idee, morgens nochmal einen Versuch mit dem ersten Zug zu machen, in der Hoffnung, dass es keinen Nebel hatte. Obs klappt? Wer weiss!



Mittwoch, 25.3.2026: Westport - Nelson

Heute war der Tag, an dem das Wetter schlecht werden sollte. Ob stimmt? Die Wetterfrösche waren der Meinung, dass es am Morgen noch Sonne haben könnte…

Der Blick aus dem Fenster verriet, dass der Siff von gestern noch immer hier war. Das war wohl ein Schlechtwetterbote…

Ich entschied mich, trotzdem mal das gestrige Programm zu wiederholen. Und so fuhr ich erst mal nach Reefton runter, ab der Buller Gorge permanent im Nebel, wie gestern.

Ich wartete in Reefton kaum eine Viertelstunde, schon dieselte es von vorne. Der Kohleverkehr war diese Woche sehr zuverlässig.

Der Nebel hatte sich hier in der Gegend natürlich noch nicht aufgelöst, so gab es von dem Zug, wie gestern schon, keine Bilder. Auch bei der roten Brücke am Ostende der Buller Gorge war der Nebel noch dicht. Aber immerhin, ca. Mitte der Schlucht hatte es plötzlich Sonne! Also, soviel Sonne es halt haben konnte, denn der Siff war da ja auch noch… Und so stellte ich die Drohne bei einer der Brücken von gestern auf, die ich in der Gegenrichtung noch probieren wollte. Nun ja, das Motiv wäre ziemlich super, aber aufgrund der Bäume musste ich es so extrem weitwinklig umsetzen, dass es leider keine Freude mehr war. Trotzdem, der Vollständigkeit halber. (vielleicht müsste ich mal ein anderes Pano-Stitching-Tool probieren)

DXC 5425 of KR (KiwiRail) between Tiroroa and Westport


Nun hätte ich natürlich den Gegenzug abwarten können, denn es gab wohl auch heute wieder eine Kreuzung in Sergeants Hill, und dann weiter dasselbe Programm wie am Montag (vermutlich). Aber ich hatte für keinen dieser Züge gute neue Ideen, und dasselbe vom Montag nochmal in schlecht umzusetzen war auch arg sinnfrei.

Ich ging daher zu einem Alternativprogramm über und schaute nochmal in Denniston vorbei, um diesmal wenigstens halbwegs schlaue Fotos machen zu können. Diese habt ihr schon gesehen, daher wiederhole ich das hier nicht.

Die nächste Frage war noch, wo ich heute übernachten wollte. Westport, Greymouth, Christchurch, Kaikoura… wäre alles möglich gewesen. Die Idee war ja mal noch, um Christchurch irgendwo hoffentlich einen der neuen Stadler-Diesel zu erwischen…

Nur, der Blick auf die Wetterprognosen verriet, dass es morgen einfach nur ganz grausiges Wetter sein sollte. Da auf Stadler-Lok-Jagd zu gehen, war irgendwie nur so mässig prickelnd.

Es gab da auch noch eine Alternative. Ich konnte natürlich direkt nach Picton rüber via Nelson. So würde ich mir etwa vier Stunden Autofahrt ersparen. Diese Variante erschien mir sympathischer, und so buchte ich mir eine Unterkunft in Nelson und fuhr die gut 3h dort rüber. Nach einem Abendessen und einem ausgedehnten Strandspaziergang (sehr schöner Sandstrand hier!) war der heute Tag nun auch erledigt.

Morgen? Da hatte ich viel zu viel Zeit, denn Picton war nicht mehr weit. Aber irgendwas würde mir da schon noch in den Sinn kommen, und wenn nicht wars einfach mal ein Tag Pause, auch nicht verkehrt. Wir werden sehen!



Donnerstag, 26.3.2026: Nelson - Picton

Der heutige Tag versprach nicht viel. Die Wetterlügis sagten ganz viel Regen voraus, entsprechend hatte ich auch keine grossen Pläne, ausser, dass ich abends in Picton sein musste.

Der Tag begann auch mit leichtem Regen. Da es hier in der Gegend ja keine Eisenbahn zu fotografieren gab, wollte ich mich nochmal etwas auf die Suche nach Minen-Relikten machen, zumindest solange es nicht stark regnete. Ich fuhr mal ins Aniseed Valley und lief vom Ende der Teerstrasse zu einer ehemaligen Chrom-Mine, von der allerdings nichts mehr zu sehen war, das war eher enttäuschend.

Spannend wäre wohl der Champion Mine Track gewesen, aber der war relativ lang (14 km), was angesichts des angesagten Starkregens keine gute Idee war. Der Starkregen setzte dann zwar nicht ein, aber das zweite Problem war noch blöder: Die Zufahrt zum Startpunkt war ausgeschildert als nur für 4x4-Fahrzeuge, und mein Yaris war dafür definitiv nicht qualifiziert.

So unterliess ich das, und wand mich anderen Problemen zu. Qatar hatte nämlich inzwischen ganz offiziell meinen Rückflug storniert. Die verfügbaren Optionen: Verschieben auf 10 Tage später, mit ungewissen Aussichten, ob der Flug dann 10 Tage später tatsächlich stattfand. Oder Stornieren und Rückerstatten, wobei man da auch nicht so genau wusste, wieviel mal effektiv zurück bekam. Beides keine tollen Optionen.

Einen sinnvollen Rückflug hatte Qatar durchaus im Angebot, länger via Kuala Lumpur, aber das liess sich, wenn überhaupt, nur über die Hotline umbuchen. Tolle Wurst, da war ich ja bestimmt der Einzige, der etwas wollte… Mal ganz abgesehen davon, dass stundenlang in der Warteschlange hängen keinen Spass machte, wenn die Minute 4 CHF kostete. Wenigstens dafür hatte ich aber eine Lösung, ich konnte unsere Firmen-Telefonielösung dafür missbrauchen. Nur, die Hotline war natürlich nicht zu erreichen.

Ich fuhr daher stattdessen mal nach Picton (waren doch noch 2h). Das letzte Stück war lustig, entweder einen riesigen Umweg fahren über Hauptstrassen oder die “Scenic Route”, welche zwar viel kürzer war, aber dafür nur aus 30 km/h-Kurven bestand, so dass einem übel werden konnte. Aber das wusste ich zum Glück nicht und nahm daher die Scenic Route (die Tatsache, dass ich gerade hinter einem LKW hing, könnte die Entscheidung beeinflusst haben). Die Ausblicke auf die “Fjorde” waren ja durchaus nett, aber ich glaube nächstes Mal gehts über die Hauptstrasse…

In Picton gabs einen kurzen Einkauf und Abendessen beim “Italiener”. Anschliessend versuchte ich es nochmal mit meinem Glück mit Qatar, aber nach rund 45 min gab ich die internationale Hotline auf und bei der deutschen Hotline war nach über einer Stunde (wohlverstanden direkt nach deren Öffnung) auch nichts zu wollen. Ich verschob dieses Problem auf später. Bemerkenswert war, dass Qatar’s Info-Seite nur bis übermorgen überhaupt Infos hatte, wie geflogen wurde. Das Buchungssystem hatte natürlich mehr Flüge drin, aber es war völlig unklar, wie gross die Wahrscheinlichkeit war, dass diese dann auch stattfanden…

Das musste jetzt reichen für heute. Gute Nacht!