Eisenbahn am Ende der Welt - 1: Kia ora!
Von David Gubler
VorgeschichteSeptember 2025. Ich hatte noch vier Wochen Ferien zugute und hatte die im Oktober eingeplant. Nur, was tun?
Von den üblichen Verdächtigen hatte niemand mehr Zeit. Machen konnte man vieles, aber alleine musste es nicht gerade die mühsamste Destination sein. Irgendwas aussuchen, wohin jemand anderes gerne mitkommen würde, machte auch keinen Sinn - Da gab es sicher wieder mal bessere Gelegenheiten.
Insb. Neel ist von diversen Destinationen nur so teilweise überzeugt, darunter Grossbritannien. Und Grossbritannien im Herbst wäre toll, also das Wetter wäre zwar sicher grauslig, aber die Herbstfärbung fand ich schon im Jahr zuvor absolut klasse, besonders in Schottland! Die Flüge nach Manchester waren gerade günstig zu haben, das Auto war auch bezahlbar, also nichts wie los!
Nein, einen Reisebericht dazu gibts nicht und wird es auch nicht geben, ihr müsst da mit den blanken Bildern Vorlieb nehmen.
https://bahnbilder.ch/search?datefrom=2025-10-01&dateto=2025-11-01&author=1&country=53
Aber… eigentlich stand da noch eine andere Idee im Raum. Seit Jahren immer mal wieder aufgebracht, nicht wirklich ernsthaft, schnell wieder verworfen, gescheitert an Mühsam, keine Zeit, niemand kam mit… ans Ende der Welt.
Neuseeland. Wieso wollte man da hin? Also, wegen der Eisenbahn und so?
Unbestritten: Die Lackierungsvarianten der Loks waren toll. Landschaftlich hatte das Land einiges zu bieten. Es war fototechnisch weniger abgelutscht als andere Destinationen. Es war unkompliziert. Dazu kamen zwei weitere Aspekte, die etwas Eile aufkommen liessen: Einerseits wurden die älteren Loks gerade durch Stadler-Produkte abgelöst. Andererseits bestand der Grossteil des Verkehrs über den Arthur’s Pass aus Kohlezügen, welche vermutlich die nächsten 5-10 Jahre eher nicht überlebten.
Und wieso wollte man nicht hin?
Punkt Nummer 1: Die Fliegerei. Das ging mir schon innerhalb von Europa auf den Keks, und jetzt sollte ich mich zweimal 24h lang quälen?
Punkt Nummer 2: Der Schienenverkehr, oder besser gesagt dessen Abwesenheit. Die Zugdichte war vielerorts sehr dünn.
Punkt Nummer 3: Der Aufwand, um hin zu kommen war nur zu rechtfertigen, wenn ich genügend Zeit hatte. Ich hatte das für mich mal als “mindestens 6 Wochen” ausgelegt. Die vier Wochen im Herbst waren mir schlussendlich einfach schlicht zu kurz, und so musste Grossbritannien als “Ersatzprogramm” herhalten.
Aber aufgeschoben war nicht aufgehoben?
Und so schaute ich mir Ende 2025 Optionen für Neuseeland-Ferien in der ersten Hälfte 2026 an. Das Datum? Unklar. Bei den ersten Recherchen waren die Preise für das Auto ziemlich horrend. Zumindest bis und mit dem letzten Februar-Wochenende. Danach wurden die Preise plötzlich OK. Hmmmmm….
Wobei: Das war eigentlich gar nicht so ein Problem. Dezember bis Februar waren in Neuseeland sowieso sehr hochlichtige Monate und zudem touristische Hochsaison, da waren nicht nur die Autos teuer, sondern auch die Unterkünfte und natürlich der Flug. Damit war das Datum nun auch geklärt: 6 Wochen ab Ende Februar wurden mal provisorisch im Büro angemeldet.
Bezüglich Flug war die beste Option ein Flug mit Qatar nach Auckland. Ich durchsuchte Google Flights und insb. die Qatar-Webseite immer mal wieder, bis plötzlich Januar war und die Preise fielen.
Schlussendlich buchte ich Qatar via Doha mit einem Umstieg, Hinflug Montag 23.2. ab Malpensa, Rückflug nach Zürich, die Daten sorgfältig ausgewählt für den tiefsten Preis, Abflug- und Rückflug-Orte in ganz Europa durchprobiert, und das letzten Bisschen noch herausgeschunden mit einem per Google gefundenen Australien/Neuseeland-Gutscheincode, welcher wohl Ende 2025 hätte ablaufen sollen, aber noch akzeptiert wurde.
Zwei weitere Vorbereitungsmassnahmen waren noch nötig: Das Visum für Neuseeland war relativ unkompliziert über eine App machbar, und ein internationaler Führerschein wollte noch besorgt werden, das ging schnell und unkompliziert auf dem Strassenverkehrsamt in Zürich.
Dann war ja alles geritzt und es konnte losgehen!
Sonntag, 22.2.2026: Uster - Malpensa
Gepäck war parat und hoffentlich komplett, sonst auch alles organisiert für sechs Wochen Abwesenheit. Einen kleinen Dämpfer gab es gleich zum Anfang: Seit gestern Abend (!) machte sich eine Erkältung bemerkbar, ein echt guter Zeitpunkt so nach 4 Wintermonaten ohne Erkältung.
Los gings am frühen Nachmittag nach Zürich, dort kaufte ich kurz Reiseproviant ein und anschliessend nahm ich einen IC2 nach Lugano. Dieser bestand - wohl eher unüblich - aus zwei Twindys, 200m IR und 100m IR. Das klappte auch alles pünktlich und einwandfrei.
In Lugano musste ich umsteigen. Auf Gleis 1 stand zunächst noch der IR80 nach Milano Centrale herum und sammelte ein paar Verspätungsminuten, kaum war dieser weg tauchte schon meine S10 nach Malpensa auf, welche am Einfahrsignal gewartet hatte. Sie bestand aus zwei FLIRTs und fuhr so bis Mendrisio, dort fuhr ein Teil weiter als S10 nach Chiasso und mein Teil fuhr nach Malpensa via Varese. Dabei konnte ich mir auch zum ersten Mal überhaupt die Neubaustrecke anschauen, welche seit 2018 Stabio mit Arcisate verband. Abgesehen von einigen netten Brücken mit Ausblick lag aber auch viel einfach im Tunnel.
In Gallarate hatte ich die Wahl, in meinem Zug sitzen zu bleiben oder umzusteigen auf einen direkten Zug nach Malpensa - Seit Januar 2026 gab es da einen weiteren Abschnitt Neubaustrecke, der den Umweg via Busto Arsizio ersparte. Da ich aber an diesem Abend eh nichts mehr vor hatte, ausser im Hotel zu sitzen, sparte ich mir das Umsteigen.
Unterwegs hatte ich ganz viel Gelegenheit, italienische Tunnelbahnhöfe zu studieren, und dabei fiel auf, wie düster und trostlos diese ausgeführt waren. Es fehlte an Beleuchtung und etwas attraktiverer Gestaltung, was jetzt beides nicht die Welt kosten würde, aber den ÖV deutlich freundlicher erscheinen lassen würde. Irgendwie schade.
Pünktlich erreichte mein Zug Malpensa T2 und im Vorbeiweg schnappte ich mir noch ein Panini, denn auf Abendessen im Hotel hatte ich keine Lust. Leider war die Hotelsituation in Malpensa etwas umständlich, direkt zu Fuss erreichbar war nichts sinnvolles verfügbar. Das ausgewählte Hotel war etwas näher an T2, und ich hoffte, dass man einfach rüber laufen konnte. Das völlige Fehlen von Fussgängerinfrastruktur bei Dunkelheit hielt mich schlussendlich aber davon ab, und ich bestellte stattdessen dann doch den Hotel-Shuttle. Damit war der heutige Tag auch schon gelaufen.
Montag, 23.2.2026: Malpensa - Doha
Kurz vor 6 schellte mich der Wecker aus dem Bett. Der Shuttle zum Flughafen war auf 06:30 bestellt und so guckte ich, dass ich rechtzeitig unten bereit stand. Während ich gestern wie erwartet mit einem Minivan abgeholt wurde, stand heute ein richtiger Bus da. Offenkundig gab es für den Flughafenshuttle sogar sowas wie einen Fahrplan. Nach der Abfahrt ging es auch noch am Holiday Inn Express vorbei, wo eine ganze Gruppe Leute mitfahren wollten, und kurz darauf waren wir beim T1.
Einchecken und Sicherheitskontrolle war alles problemlos und schnell, der Flughafen war um diese Zeit noch ziemlich leer. Bald war es Zeit, das Gate aufzusuchen, wo der A350 der Qatar auch schon bereit stand. Wenig überraschend ging das Boarding schnell und unkompliziert, und wenig später konnten wir uns die Alpen anschauen, und später die Wüste von Katar.
Pünktlich landeten wir in Doha, wo ich nun rund zwei Stunden Aufenthalt hatte. Das Herzstück des Passagierterminals ist “The Orchard”, ein grüner Garten, der tatsächlich sehr schön gemacht ist, natürlich eingebettet in Hardcore-Kommerz.
Auch hier hatte ich nicht allzu lange Zeit, denn schon bald stand der nächste Flug an. 16 Stunden! Bei der Einführung 2017 war es angeblich der längste Linienflug der Welt, zum Einsatz kamen Boeing 777-200LR.
Dienstag, 24.2.2026: Doha - Auckland
Das mit dem Schlafen klappte nur so mässig, denn es machte sich die Erkältung wieder äusserst unangenehm bemerkbar (Details erspare ich euch). Deshalb verbrachte ich den Rest des Fluges mit Filme gucken am Laptop (das Flugzeug-Infotainment war zwar nicht schlecht, aber die Kopfhörer grauslig und eigene Kopfhörer hätte man nur mit passendem Adapter verbinden können, den ich leider nicht eingepackt hatte). Apropos Unterhaltung: Die Qatar-Langstreckenflugzeuge waren wohl alle mit Starlink-Internet ausgerüstet, dieses war ohne Aufpreis nutzbar und funktionierte ziemlich gut!
Zwischendurch gab es mal noch Frühstück und schon bald waren wir in Auckland.
Noch im Flugzeug gab es ein Formular, das man auszufüllen hatte. Es ging bei diesem primär um die “Biosicherheit” Neuseelands, und damit waren primär Schädlinge und fremde Arten gemeint, welche das lokale Ökosystem beeinträchtigen würden. Im Gegensatz zu den meisten Ländern der Welt sind Australien und Neuseeland so abgeschottet im Ozean, dass sich Pflanzen und Insekten nicht einfach per Wind dorthin verbreiten können. Entsprechend musste man alles angeben, was irgendwie problematisch sein könnte, und insb. wird Wert darauf gelegt, dass man keinen Dreck z.B. an Schuhen importiert. Die Fragen waren aber relativ offen formuliert, wie “waren sie die letzten paar Wochen auf einem Bauernhof”, was in der Schweiz halt schon bei einem Spaziergang versehentlich passieren kann. Es gab aber keinen Grund, nicht einfach “ja” anzukreuzen, wenn die Situation unklar war; Man wurde keineswegs bestraft dafür, es werden einfach bei der Einreise ein paar weitere Fragen zur Klärung gestellt. Und so lief das auch diesmal, alles problemlos. Einfach vor Abreise gucken, dass die Schuhe sauber sind!
Anschliessend ging es schnurstracks zum Hotel direkt gegenüber und gleich ins Bett, es war ja schon nach 22:00 Ortszeit, auch wenn meine innere Uhr einfach nur verwirrt war…
Mittwoch, 25.2.2026: Auckland - Auckland
Wenig überraschend war die Nacht nur so teilweise erholsam, aber angesichts der Situation schlief ich eigentlich ganz gut. Nicht nur ganz gut, sondern absolut hervorragend war das Frühstücksbuffet im Hotel - Da gabs alles, was man sich wünschen konnte, und es war hervorragend!
Kurz vor 8 machte ich mich auf den Weg zur Autovermietung, um das Auto abzuholen. Der liebe Mitarbeiter am Schalter war aber nur so mässig auskunftsfreudig. Primär beschäftigte mich die Frage, wie denn das nun mit der Fähre und so sei, denn die Autovermietung sagte klipp und klar: Nix Auto auf Fähre! Abgeben und auf der anderen Seite neues Auto abholen!
Das war nun für alle Beteiligten verwirrend, denn offenbar hatte man dabei einen ganz bestimmten Modus im Sinn: Man bucht Abholung auf der einen Insel und Rückgabe auf der anderen Insel, aber bekam effektiv zwei Autos. Nur, das war ja nicht, was ich wollte; ich wollte hin und zurück, also zweimal Fähre fahren! Das kam aber im Konzept nicht vor. Ein älteres Ehepaar am Schalter klärte mich dann auf, dass die Variante mit zwei Autos offenbar mehr kostete (machte Sinn), aber ich dafür ja nicht bezahlt hatte, da ich Auckland - Auckland gebucht hatte. Oh man. Erklärt das doch auf der Webseite…
Auf meine Rückfrage hin erklärte der Mensch am Schalter aber, dass ich das Auto schon auf die Fähre nehmen dürfe, wenn ich es wieder in Auckland zurückgeben würde. Nun gut. Mit dem Bestätigungs-Mail bekam ich vom Autovermieter erneut das PDF mit der Aussage, dass Autos keinesfalls auf die Fähre durften…
Da ich diese Frage schriftlich geklärt haben wollte, wandte ich mich im Verlauf des Tages per E-Mail an den Kundendienst, und dieser bestätigte dann die Aussage, dass es in meinem Fall OK sei, das Auto auf die Fähre zu nehmen. Aber der Kundendienst betonte, dass die Versicherung nicht gelte, falls die Fähre untergehen würde. Irgendwie hatte ich nicht das Gefühl, dass im Falle einer sinkenden Fähre die versicherungstechnischen Feinheiten meine grösste Sorge wären, aber nun gut, immerhin hatten wir das geklärt.
Ach ja, das Auto war, genau wie bestellt, ein Toyota Yaris mit knapp 45’000 km. Hybrid und damit Automat, da musste ich mich im Linksverkehr um etwas weniger kümmern, gut so!
Nach etwas Fehlersuche bei Android Auto (mochte das USB-Kabel nicht) gings zuerst kurz zu Woolworths für ein paar Vorräte und dann raus an die Strecke. Das Wetter war halbwegs gut und ich hatte im Vorfeld ganze zwei Fotostellen rausgesucht! Das Ziel war ein Bahnübergang südlich von Auckland.
Die Fahrt dorthin lief auch ganz geschmeidig und ich hatte nicht mal Zeit, das Auto gescheit hin zu stellen, da bimmelte schon der Bü! Die Kamera war noch halb-falsch eingestellt, aber für ein Bild reichte es. Sehr schön!
Die Strecke hier war der “North Island Main Trunk” NIMT und verband Auckland mit Wellington, quer über die Nordinsel. Die Strecke war teilweise elektrifiziert, mehr dazu später. Im Bereich Auckland verkehrten “S-Bahnen” im 20 Minuten-Takt (10 Minuten-Takt zur HVZ) auf total drei Linien, hier auf diesem Ast eine Linie. Elektrifiziert war mit 25 kV und für die Zugsicherung kam ETCS zum Einsatz!
Natürlich wollte ich ein paar S-Bahn-Bilder. Die Fotowolke machte sich aber breit, so dauerte das Ganze nun etwas. Dafür kam von hinten ein weiterer Güterzug in der Sonne.
Beim Versuch Nr. 27 (gefühlt) klappte es dann auch mal mit der S-Bahn. Es war ein Zug der “South line” (“STH”) von Waitenata nach Pukekohe (Zugnummern waren keine aufzutreiben), erst mal von hinten...
...später auch von vorne.
Auch ganz viel Leermaterial wurde herum kutschiert, sowohl leere S-Bahnen wie auch eine leere Lok. Es handelte sich hier um einen CRRC-Diesel aus Dalian mit Motoren von MTU (wieso auch immer…).
Nun hatte ich es hier aber gesehen und verschob mich etwas gegen Hamilton. Die Fotostelle in Paerata war allerdings eher ein Zufallstreffer, Railfanatlas gab hier nicht viel her und auf Google Maps war auch nicht immer einfach zu erkennen, wo sich ein Besuch lohnt.
Die Bewölkung wurde inzwischen aber auch dichter und so kamen erst einmal eine ganze Reihe S-Bahnen und ein Te Huia von hinten (mehr dazu später) im Schatten. Mehr aus langeweile lief ich mal etwas weiter nach vorne, da musste das auch gehen für die Gegenrichtung? Und zufällig tauchte gerade ein Güterzug auf und sogar die Sonne zeigte sich ein bisschen!
Nur die eigentliche Fotostelle hatte noch immer nicht geklappt, aber irgendwann schaute ein Chinesendiesel in der Sonne vorbei, von hinten.
Bei S-Bahnen alle 20 Minuten war das eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis es mal klappen musste, und tatsächlich.
Der Chinesendiesel kam zurück...
Ein Werbezug war auch noch unterwegs, leider als hintere Einheit.
Damit war nun aber endgültiges Hochlicht und die Bewölkung wurde wieder dichter. Zeit zu wechseln - aber wohin?
Der Wetterbericht war leider nur teilweise hilfreich. Sonne sollte es morgen im Bereich Hamilton - Auckland - Whangarei geben, was irgendwie alles so mässig nützlich war. Wobei, nördlich von Auckland in Richtung Whangarei führte die North Auckland Line in den Norden, und die war gar nicht so unfotografierbar, oder so? Zumindest waren davon Bilder aufzufinden.
Die grosse Unbekannte hier war der Zugverkehr. Dass es auf der Linie nur sehr wenige Züge gab, war bei einem Blick auf die Bahnübergänge mittels Street View schnell klar. Aber so nach einem täglichen Container-Zugpaar sah es schon aus, zumal Whangarei auch ein grösseres Terminal dafür hatte, und bei älteren Bildern war beschrieben, dass werktäglich morgens ein Containerzug gegen Norden fahre. Nur aktuelle Infos waren nicht auffindbar.
Da das Wetter aktuell eh keine Anstalten machte, irgendwie besser zu werden, stellte ich mich mal kurz vor dem nördlichen Ende der S-Bahn Auckland in Swanson auf. Das hatte den Vorteil, dass ich - falls die Sonne doch wieder raus kam - Ein paar S-Bahnen fotografieren konnte und gleichzeitig mitbekäme, wenn Güterzugsmässig irgendwas fuhr.
Die Fahrt durch Auckland war um die Mittagszeit dann auch problemlos und ich stellte mich mal auf. S-Bahnen kamen viele, aber komplett ohne Sonne; erst als das Licht eigentlich schon raus gedreht hatte, gabs ein halbwegs-Sonnenbild. Die Fotostelle ging 50 m weiter auch noch besser, aber da ich nicht mit Sonne gerechnet hatte, stand ich da etwas falsch.
Nur Güterverkehr war keiner zu sehen.
Was tun mit dem angebrochenen Abend? Was tun morgens? Das Wetter und die Prognose machte nach wie vor klar: Aufwand treiben lohnte nicht, weiter in den Süden ebensowenig. Ich stellte mich daher mal etwas südöstlich von Kumeu an die Strecke, falls doch noch ein Güterzug auftauchen sollte. Irgendwann gegen Abend kam dann auch die Sonne raus, nur von einem Güterzug war nichts zu sehen. Aber: Die Stelle eignete sich wunderbar um morgen eine Verfolgung zu starten, und ich hatte an dieser Strecke auch eine ganze Liste von Fotostellen herausgekramt, viele davon recht nett. Da der Zug aufgrund der Gleislage wohl nicht viel schneller als 40-50 km/h fahren würde, sollte eine Verfolgung auch gut klappen. Ich hatte zwar Zweifel, dass dann tatsächlich ein Zug auftaucht, aber die Wetterlage bot sich an für dieses Experiment.
Inzwischen war ich doch recht müde, die Zeitverschiebung machte sich bemerkbar, und ich suchte daher ein Hotel im Norden von Auckland auf. Einen kurzen Besuch beim Burgerbrater später lag ich schon bald im Bett und schlief rasch ein.















