Sommertour 2025 - links und rechts der großen Magistralen - Teil 5

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Heute ist Frankreich Tag 2 auf dieser Tour. Und auch das erste Ziel steht schon fest, will ich doch an die gestern ausgekundschaftete Stelle. Und weil da nur morgens das Licht richtig steht, heißt es mal wieder Wecker stellen.


Mittwoch, 13.08.2025


6.00 Uhr aufstehen, herrichten, frühstücken, 7.30 Uhr Abfahrt, ca. eine Viertelstunde Puffer bis zur Zugfahrt. So sieht der Plan für den Start in den heutigen Tag aus. Zugegebenermaßen wird er zu Beginn nur äußerst widerwillig durchgesetzt. Zweimal handelt mein innerer Schweinehund „ach noch fünf Minuten“ bei meinem schlechten Gewissen heraus, dann heißt es doch „ab in die Horizontale“ und Vorhänge auf.

Ein Blick nach draußen und peng, ich bin wach. Gleich zwei Nightjets strecken da nämlich ihre Nasen aus der Bahnhofshalle. Einmal mit 101 und einmal mit einem Taurus der ÖBB. Dürfte fahrplanmäßig eigentlich gar nicht so sein, ist aber cool.

Schnell wird es hektisch und es dauert gefühlt eine Ewigkeit, bis ich die Kamera aus dem Rucksack raus, eingeschalten und eingestellt habe. Es ist nämlich noch ganz schön duster und die Scheibe leicht getönt, was es jetzt auch nicht besser macht.

Dass es nicht zu viel rauscht, lass ich die ISO Zahl niedrig und die Belichtungszeit hoch. Ein Fehler, denn genau jetzt setzt sich die 101er in Bewegung. Hilft nichts, da muss ich jetzt durch, denke ich und drücke beherzt ab. Sicher nicht mein bestes Bild, aber aufgrund der besonderen Situation ganz o.k.




Verspätung machts möglich. 101 115-4 mit dem NJ 403/IC 60403 aus Amsterdam und 1116 167-8 mit dem NJ 471/IC 60471 aus Hamburg treffen außerplanmäßig in Karlsruhe Hbf zusammen.





Nun kann ich mich meinen Restaurationsarbeiten widmen und einem schnellen Frühstück. Und da die Zeit langsam drängt, darf der Fotorucksack, einschließlich daran befestigtem Maskottchen, seines Zeichens ein kleiner Papagei, gleich mit in den Speiseraum.

Die Anfahrt zur geplanten Stelle ist recht unspektakulär, sodass ich noch Zeit habe, mit meiner Anwesenheit ein freundliches Ehepaar zu irritieren, dass auf einem Feld neben mir allerlei angebaute Salate und Gemüse pflegt. Schnell ist mein hier sein erklärt und die nötigen Probeschüsse gemacht, dann kann die erste Zugfahrt auch schon abgelichtet werden.




B 83560 hat, als TER 30923 in Sarreguemines gestartet, gerade den Einspurabschnitt hinter sich gelassen und strebt nun, wie im Elsass üblich auf dem rechten Streckengleis fahrend, seinem Ziel Strasbourg entgegen.






Wer genau hin schaut sieht, dass die Strecke hier eingleisig wird. Grund ist der hinter der Kurve liegende Tunnel de Buswiller, mit 540 m zweitlängster der Strecke,. Daher auch das Signal, als Sicherung.

Das hat schon mal gut geklappt. Langsam schleiche ich ein Stückchen nach vorne, um die netten Leute auf ihrem Feld nicht einzustauben. Der ursprüngliche Gedanke, den Gegenzug beim „Einfädeln“ in den eingleisigen Abschnitt abzulichten lässt zwar aufgrund des Bewuchses leider nicht umsetzen. Dafür geben ein markantes Schild und die Früchte tragenden Obstbäume einen ganz netten Rahmen.




TER 30916 nach Sarreguemines hat eben das Blocksignal bei Ettendorf passiert. Gleich wird B 83577 in den Einspurabschnitt wechseln. Nächster Halt ist Obermodern.





Eine schöne Strecke! Nur die Fahrzeuggestellung hat so eine Tendenz zur Langeweile. Hatte ich übrigens schon erwähnt, dass ich hier die schönen lokbespannten …… ach hatte ich schon. O.k.

Aber gut, wenn man schon keine urige BB 67400 mehr ablichten kann, gibt es immerhin noch ein für Frankreich so typisches Eisenbahnmotiv umzusetzen, nämlich das klobige Signal, welches hier den Gleiswechsel absichert. Schon immer haben mich diese Teile fasziniert.




Typisch für die SNCF sind die klobig wirkenden Signale, so wie hier das Blocksignal bei Ettendorf.





Auf was für Ideen man kommt, wenn wieder rund eine Stunde Zeit ist, bis zur nächsten Zugfahrt. Denn die Zugdichte auf der Linie ist leider recht überschaubar, was schade ist und einen zum Überlegen bringt, ob man wirklich einen Tag investieren sollte, um die Strecke irgendwann mal in Gänze zu erkunden.

Nochmal freundlich die beiden fleißigen Gärtner grüßend fahre ich erst ein Stück zurück, bis zur Kurve am Ortseingang von Ettendorf, wo sich ein süßes, aber allem Anschein nach eher schüchternes Kätzchen lieber in die Brennnesseln schlägt, als mit mir Kontakt aufzunehmen, und dann nochmal ein Stück, hinein in den Ort und rauf auf die Brücke. Eigentlich wäre die Brücke selbst ein tolles Motiv. Nur man kann unten an der Strecke nirgendwo stehen, um dieses umzusetzen. Schade! Also bleibt nur der Blick von oben.

Aber immerhin, auch dort kann ich mich über mangelnde tierische Bekanntschaften nicht beschweren. Erst schaut ein kleiner Kerl ganz interessiert vorbei….




Immer wieder schön, wenn man beim Warten auf den nächsten Zug nette Gesellschaft hat.





….dann taucht eine große Hundeschnauze in meinem Blickfeld auf, mit dazu passendem Hund und einer Leine mit Herrchen dran. Auch dieser Vierbeiner ist, trotz seiner Größe und eindrucksvollen Gestalt, zuerst recht schüchtern, nur um danach umso mehr aufzutauen und sich bereitwillig die zustehenden Streicheleinheiten abzuholen.

Auch sein Mensch ist freundlich gesinnt. Wechselt, nach meiner Entschuldigung, von französisch auf etwas, was ich erst beim zweiten Mal hören als Elsässisch identifiziere und danach auf schönstes Deutsch. Wie ich die Menschen beneide, die so sprachgewandt sind. Wir plaudern nett und es stellt sich heraus, dass er durch seine ausgiebigen Spaziergänge entlang der Strecke mit meinem neuen Freund, durchaus profunde Eisenbahnkenntnisse hat. So kann er mich auch schon vorbereiten, dass jetzt wohl zwei Wale in Anmarsch sind, anstatt eines Regiolis, was mich natürlich freut.




Grüße zurück, an den freundlichen Lokführer des Walpärchens, bestehen aus den deutschlandtauglichen X 73916 und X 73906. In Sarreguemins gestartet, ist das Ziel des TER 86381 der Hauptbahnhof in Strasbourg.





Ich verabschiede mich von den Beiden und gehe zurück zum Auto, dass ich an eine Mauer gequetscht habe, nur um noch maximal viel vom Schatten der Hecke abzubekommen. Beim Einsteigen geht nochmal ein sehnsüchtiger Blick hinüber in den etwas verwilderten Obstgarten auf der anderen Straßenseite. Eng beieinander stehen dort die verschiedensten Bäume, über und über behangen mit den unterschiedlichsten Früchten. Leider weiß der Besitzer augenscheinlich auch um die Köstlichkeiten und die damit einhergehende Versuchung für Dritte und hat das Ganze ordentlich eingezäunt.

Wieder geht es über die Dörfer, diesmal in Richtung Dettwiller. Eisenbahntechnisch könnte der Wechsel fast nicht krasser sein. Denn von der ehemaligen Hauptbahn im Dornröschenschlaf wechsle ich nun an die Schnellfahrstrecke in Richtung Paris. Schlagwörter wie höhere Zugdichte und ungleich höhere Geschwindigkeiten charakterisieren die Unterschiede am besten.

In Dettwiller war ich schon mal im Herbst 2023 für einige Bilder. Diesmal möchte ich aber den Begleitweg so weit wie möglich folgen, in der Hoffnung, eine Stelle zu finden, auf der der Schutzzaun nicht zu sehen ist. Und tatsächlich finde ich einen Standort. Der Weg dahin führt über ein Steinfeld und ich leide Meter für Meter mit meinen Reifen.

Angekommen, kann sich der Blick aber sehen lassen. Doch werden die Bilder auch mit viel Körpereinsatz erkauft. Nichts, aber auch gar nichts, schütz mich nämlich hier vor der brennenden Sonne. Also heißt es durchhalten, viel trinken und auf gute Beute hoffen. Den Anfang machen dann auch gleich eine Kombi aus Lyra und inQui. Kann sich sehen lassen, der Anfang!




Der Schweiz taugliche TGV Lyria 4728 im Verbund mit dem inQui 715 bei Dettwiller auf dem Weg Richtung Strasbourg.





40 Minuten später ist 407 517 als ICE 9573 in die selbe Richtung unterwegs. Gestartet in Paris heißt das Ziel Stuttgart.





Vom Luxemburgischen Bettembourg nach Montpellier, in Frankreichs tiefem Süden, führt die Fahrt von TGV 9879, gebildet aus Triebzug 4711.





Zur Freude des vor sich hin röstenden Fotografen, gibt sich mit Triebzug 512 auch ein TGV der älteren Generation die Ehre. Als TGV 5482 in Nantes gestartet, ist sein Zielbahnhof Strasbourg.





Leider an der Spitze des nächsten TGV läuft der nächste alte Einstöcker. So kommt statt seiner der Duplex 223 prominent aufs Bild.





Aber nicht verzagen, die SNCF haut nochmal einen raus, hat sie doch für den TGV 5537, mit Start in Nancy und Ziel Nizza, den Réseau 549 ins Rennen geschickt.





Keine schlechte Ausbeute für rund eineinhalb Stunden Hochtemperaturgrillen. Beim letzten Besuch an der Linie wurde zur Überraschung auch noch ein Eurostar geboten. Keine Ahnung, wie und wo der herkam bzw. hinwollte, aber den hätte man gerne heute auch noch mitgenommen. Aber ich will nicht meckern! Zwei alte Triebzüge und nette Farbvarianten, das passt!

Vorsichtig geht es jetzt rückwärts wieder hoch zum Sandweg. Umkehren mit viel kurbeln will ich bei den ganzen Steinen nicht wirklich. Und auch oben angekommen, werden erstmal die Reifen kontrolliert. Nichts spießt sich, nichts pfeift verdächtig! Gut so!

Dann kann es ja hinunter in den Ort gehen. Der Magen meldet sich und etwas Kaltes, damit meine ich etwas wirklich Kaltes, zu trinken wäre jetzt auch nicht verkehrt.

Gleich an der Hauptstraße werde ich fündig und allein das klimatisierte Innere des Ladens ist schon einen Stopp wert. Bepackt wieder am Auto angekommen stellt sich die Frage: Wohin jetzt?

Irgendwie hat mir das Warten in der prallen Sonne eben etwas den Stecker gezogen. Mein Bedarf am draußen herum stehen ist für heute erstmal gedeckt. Also, was fällt mir für eine Stelle ein, an der man im Auto sitzen kann, welches idealerweise dabei noch im Schatten steht, und wo sich essen und fotografieren sinnvoll verbinden lassen?

Hochfelden! Hochfelden bietet das alles. Und vielleicht auch noch ein bisschen Güterverkehr als Zugabe. Irgendwann muss doch auch auf der Strecke etwas laufen.

Angekommen muss ich den Punkt „im Schatten stehen“ gleich mal streichen. Nicht dass man nicht stehen könnte, hinkommen ist das Problem. Sagt doch ein Schild eindeutig „Du kommst hier ned rein“! Kann mich gar nicht daran erinnern, dass das bei meinem letzten Besuch auch schon da war. Und die Einheimischen scheinen hier auch an einer gewissen Sehschwäche zu leiden. Zumindest einige von ihnen. Da ich aber nicht einheimisch bin und keine Lust auf evtl. Diskussionen mit der Polizei habe, versuche ich das Beste daraus zu machen und mein Auto so auszurichten, dass mir die Sonne wenigstens nicht direkt auf dem Pelz brennt. Trotzdem bleibt es viehisch. Dann schnarrt der Bahnübergang das erste Mal und zu meiner Freude biegt kein Triebzug vorne um die Kurve.




BB 26152 vor dem TER 35024 nach Nancy.





Eine knappe halbe Stunde später folgt als TER 30310 nach Metz B 83501.





Nach dem TER gehen die Schranken gar nicht erst wieder auf. Schon lange hat man die Lichter des Güterzugs gesehen, der die lange Gerade herunterkommt. Das Licht ist alles andere als optimal, aber ein Querschuss geht.




Mit 37055 von akiem an der Spitze, ist ein Containerzug gen Osten unterwegs.





Jetzt geht es Schlag auf Schlag. 5 Zugfahrten in den nächsten 20 Minuten halten mich ordentlich auf Trab und füllen den Chip. Den Anfang machen zwei Regiolis TFA die, wie bereits erwähnt, mangels D-Zulassung im Binnenverkehr ihre Kilometer abschrubben und hier leider Knicknasen mit RRR-Garnituren ersetzen.




B 85559 als TER 32020 nach Saverne.





TER 32021 nach Selestat hat das Ortsgebiet von Hochfelden erreicht. Im Hintergrund warten Fässer der ortsansässigen Brauerei auf die Füllung mit erfrischendem Hopfensaft.





Auf dem Weg nach Westen, durchquert B 83559 als TER 35026 Hochfelden.





Halleluja! Endlich mal ein Güterzug aus der richtigen Richtung. BB 37408 von Hexafret passiert Hochfelden auf dem Weg nach Westen.





In guter Tradition kommt 1308 von Lineas mit einem Kesselzug aus dem Licht.





War da nicht etwas? Wollte ich nicht mit den Verantwortlichen von Lineas ein ernstes Wort sprechen, das sie mir ihre Züge nicht immer in den Rücken fahren lassen sollen? Hätte ich vielleicht mal tun sollen.

Irgendwo im Südosten von Frankreich, vielleicht in Vogesen oder im Jura, muss es ein verstecktes Tal geben, das nur durch magische Menschen gefunden werden kann, in dem, vergessen und teils mit Moos überwuchert, bergeweise Lineas Güterzüge liegen. Denn alle Züge fahren dort hin, doch kein lebender Mensch hat jemals einen zurückkommen sehen.

Etwas verwirrt hat mich das Fretchen von eben. In der alten Lackierung aber groß mit Hexafret versehen. Ein neuer Betreiber, an den die Gütertochter der SNCF Maschinen verkauft hat? Unwahrscheinlich. Eine kurze Suche im Netz bringt Aufklärung. Auch bei Fret hatte ein EU Gremium etwas zu kritisieren. Anders als bei DB Cargo scheint die Angelegenheit in Frankreich aber mit einigen Umstrukturierungen, einer „Umbenennung“ sowie noch ein paar weiteren Kleinigkeiten erledigt zu sein.

Wie, um Himmels willen, kann es sein, dass sich der Irrglaube „alles wird gut, wenn man dem Kind nur einen anderen Namen gibt“ bei den Bürokraten dieser Welt so unauslöschlich hält?

Noch nie haben sich strukturelle Probleme einfach dadurch gelöst, dass man einfach ein neues Namensschild aufklebt. Nein, so eine Prozedur generiert nur weitere Kosten und verschlingt Gelder, die anderweitig besser und vor allem sinnvoll eingesetzt werden könnten.

Der zum Leben erwachte Bahnübergang reißt mich aus meinen tiefschürfenden Gedanken. Raus und rauf auf die rote Kiste. Aber es ist nur ein TER mit Regiolis, noch dazu einer, den ich schon abgelichtet hab. Also wird nur ein hier ungezeigtes Belegbild angefertigt und wieder in Richtung Auto geschlurft.

Ich bin noch nicht ganz am Auto, da gibt der BÜ schon wieder laut. Gegenzug? Der Blick die lange Gerade entlang ergibt kein Ergebnis. Das könnte bedeuten, dass ein Güterzug in der Überholung stand. Und genau so ist es. Aus Richtung Strasbourg nähert sich langsam eine silberne Sybic, am Haken eine kurze Leine von geschlossenen Wagen.




Nach der Überholung durch einen TER macht sich 26105 von Hexafret mit ihrem Güterzug wieder auf den Weg nach Westen.





So ändern sich die Zeiten. Heute freut man sich über eine Sybic, auch wenn mir das komplett silberne Outfit nun nicht gerade euphorische Jubelstürme entlockt. Zu Zeiten, da sie die Schienen der Grand Nation begannen zu bevölkern, wurden sie eher als Pest angesehen, die die heiß geliebten Altbau Elloks vertrieb.

Für mich ist nach diesem Bild hier Schluss. Die Sonne dreht langsam raus und ich bin durch. Zudem fällt mir spontan kein anderer Standort ein, der es Wert wäre anzufahren. So beschließe ich, meinen Fototag mehr oder weniger zu beenden. Ein gutes Abendessen und ein, zwei Kaltgetränke in luftiger Umgebung locken. Erst recht, wenn man gut zwei Stunden freien Blick auf die Berge leerer Fässer der Hochfeldener Brauerei hat.

Auf bekanntem Weg geht es zurück in Richtung Lauterbourg. Ein kurzer Bahnhofsguck, dann durch den Ort hinüber nach Deutschland. Kurzer Blick auf den Fahrplan, ah, die nächste RB kommt demnächst vorbei. Also wieder mal kurzentschlossen und ohne Plan abgebogen und vor dem Haltepunkt Berg in kurzen Hosen auf einen mit Brenneseln und fetten Spinnen verseuchten Buckel gestellt. Ich weiß schon, warum ich bei Fototouren eigentlich immer im langen Beinkleid unterwegs bin. Aber bei diesen Temperaturen wäre ich, so angetan, wahrscheinlich längst zerflossen.

Gespannt geht der Blick zur Uhr. Natürlich hoffe ich, dass heute eine anderes Fahrzeug unterwegs ist und so das Herz des Nummernsammlers erfreut wird. Aber nein, was kurz darauf auftaucht ist der gleiche, abgeranzte Triebzug wie gestern. Kannste nix machen. Ein Bild wird trotzdem angefertigt und festgestellt, dass sich der kleine Abstecher gelohnt hat.




Aus Wörth am Rhein kommend, dieselt 628 453 wieder in den französischen Grenzbahnhof Lauterbourg. Dabei passiert die RB 81475 Berg (Pfalz) ohne Halt.





Nun ist aber endgültig Ende Gelände. Na gut, kurz überleg ich noch in Wörth am Rhein mal den Bahnhof unsicher zu machen. Denn, da mein Sprit zur Neige geht, steht tanken an. Und die nächste Tanke ist im Ort, gleich gegenüber besagtem Bahnhof. Und ich hätte es wahrscheinlich auch besser getan, denn so steh ich jetzt nur sinnlos in der Schlage, da genau vor mir eine Kolonne Lastwagen auf Überführungsfahrt eingebogen ist. Alle brandneu und mit leeren Tanks. Und das Füllen zieht sich. Nicht zuletzt auch durch die zwischenzeitlichen immer wieder stattfindenden Endlosdiskussionen der Südosteuropäischen Fahrer.

Im Hotel angekommen entere ich die Dusche und sauge das Wasser quasi auf. Danach geht es, kurzzeitig erfrischt, in Richtung Wirtsgarten. Heute, da früher, ist sogar noch etwas vom Zoo zu erkennen.

Für mich heißt es an diesem Abend Abschied nehmen von Karlsruhe. Morgen geht es weiter und die Eisenbahntour wird erstmal unterbrochen. Noch bis Mittag werde ich mich an den Schienen herumtreiben, dann kommen Freunde nach, mit denen ich mich in einem ehemaligen Weinhof in einem Pfälzer Weindorf eingemietet habe, für die nächsten vier Tage. Da sind die Hauptthemen dann eher gut essen, ausspannen, etwas Sightseeing, etwas Bewegung und eine ausgedehnte Trinkkur mit Säften aus hiesigem Anbau. Die Bahn spielt maximal nur eine Nebenrolle.

Dazu aber mehr im nächsten Teil.